Das Wasser ist ganz schön kalt. Yann will nicht so recht hinein, denn auch mit Neoprenanzug ist der erste Moment des Eintauchens einfach nur kalt. Also bleibt er mit Javier im Boot und Jim, Micha und ich schnorcheln alleine los. Und dann sehen wir sie am Grund liegen, wie Steine – und eine gleitet langsam auf uns zu. Was für ein Bild!

Ich schwimme zurück zum Boot und sage zu Yann: “Komm, es ist wunderschön, und es sind ganz viele Wasserschildkröten. Das musst du einfach anschauen, das kommt nie wieder.“ Jetzt überwiegt die Neugier und die Lust auf die riesigen Wasserschildkröten. Javier hilft ihm alles anzuziehen, ruckelt die Taucherbrille zurecht und hebt ihn ins Wasser.

– Die Wellen sind glücklicherweise flach, so kann er besser schwimmen, was er erst vor acht Wochen gelernt hat. Aber in Florida gab es ein kleines Wasserbecken, in dem hat er fleißig schnorcheln geübt. –

Aber sicherheitshalber nehme ich ihn an die Hand und wir schnorcheln zu den Wasserschildkröten. Kaum angekommen schwimmt er alleine weiter hin zu den Schildkröten. Und nun schauen wir zu, wie die Wasserschildkröten Yann umkreisen, er ist nicht viel größer als sie. Nach gefühlten Stunden, wird er ihnen langweilig und wir kehren zurück zum Boot. Auf die Frage, wie er es fand mit den Wasserschildkröten zu schwimmen, antwortete er: “Oh, ich bin nicht mit ihnen geschwommen, wir haben zusammen getanzt.“