Im Wonnemonat Mai erreicht die Vogelbalz ihren Höhepunkt. Dies fällt selbst Nicht-Vogelkundlern auf – es singt und zwitschert überall. Die Vogeleltern haben nun voll zu tun. Es werden Nester gebaut und hungrige Schnäbel gestopft.

So auch in der Heimat des Biotologen Yann: die Nachtigall ist zu hören. Als „Königin der Nacht“ verzaubert sie mit ihrem klaren Gesang die Natur und ihre Umgebung.

Nach der Paarbildung bauen die Nachtigallen ihr Nest im Unterwuchs oder Halbschatten in der Nähe des Bodens. Anfang Mai kommt es zur Eiablage von vier bis sechs olivgrauen oder braunen Eiern. 14 Tage später ist es soweit: der Nachwuchs zeigt sich in Form kleiner prächtiger Nachtigall-Jungen. Diese können bereits zehn Tage später ihr Nest verlassen und die Natur erkunden.

Doch unser Wohnumfeld bietet immer weniger Brutmöglichkeiten. Daher sollten wir darauf Acht geben, dass Strauch- und Kräuterschichten ihren Bestand behalten.