Was für ein herrlicher Gesang! Überall um mich herum zwitschert, tiriliert und singt es. Die Sonne geht gerade über dem Sumpfland auf, die Morgendämmerung schimmert orange über den dunstigen Seen und ich bin ganz früh hier draußen, mitten im Sumpf der Everglades. Es ist nicht mehr dunkel, aber auch noch nicht hell.
Ich bin fünf Jahre alt und reise mit meinen Eltern um die Welt. Sie sind Wissenschaftler und beobachten das Klima. Während sie arbeiten, das heißt, mit vielen Menschen sprechen, auf ihre Bildschirme schauen, Fotos machen und alles Mögliche messen, gehe ich auf Erkundungstour. Schließlich bin ich Biotologe und erforsche die Tiere, Pflanzen und Länder.
Die Everglades sind ganz im Süden der Vereinigten Staaten von Amerika, auf der Halbinsel Florida. Sie sind ein riesiger von Bächen, Seen und Sümpfen durchzogener Fluss, in dem ganz viele Vögel und Krokodile leben. Und alle Wasser fließen in das Meer. Menschen leben da kaum, denn im Fluss kann man schlecht Häuser bauen, die würden nämlich versinken.

In den geheimnisvollen Sümpfe der Everglades bekommt Yann es nicht nur mit hilfreichen Reihern, Bussarden und Geiern zu tun, sondern auch mit hungrigen Krokodilen und giftigen Schlangen: Als er einem kleinen Delfin den Ball zurückbringen will, den er verloren hat. Wird er sein Floß sicher an ihnen vorbei zum Meer steuern können – und dort die Freundschaft des Delfins gewinnen?

Sonnenaufgang in den Everglades