Was liegt denn dort auf den Felsen und wimmert, frage ich mich. Doch ich bin noch zu weit von der kleinen felsigen Insel entfernt, um es genau erkennen zu können. Durch die Stille über dem Meer höre ich nur leises Heulen. Mit meinem Kanu T‘Soukee Princess fahre ich schnell zu der Insel. Und dann sehe ich es: Da liegt ein einsames kleines Robbenkind und weint. Ich beschließe sofort, ihm zu helfen.
Mit meinen fünf Jahren reise ich mit meinen Eltern um die Welt. Sie sind Wissenschaftler und beobachten das Klima. Während sie arbeiten, das heißt, mit vielen Menschen sprechen, auf ihre Bildschirme schauen, Fotos machen und alles Mögliche messen, gehe ich auf Erkundungstour. Schließlich bin ich Biotologe und erforsche die Tiere, Pflanzen und Länder. Und hier am Pazifik will ich die Robben erkunden.
Ich befinde mich vor Vancouver Island, einer großen Insel im Westen Kanadas. Ich habe schon Wale gesehen und Delfine, Robben und Seelöwen, Krabben, Seesterne und Seeanemonen. Auf den Küstenfelsen kreischen Möwen, Weißkopfseeadler ziehen hier ihre weiten Kreise.

Die Inselwelt vor der Küste Vancouver Islands

Yann fährt mit dem Kanu „T’Soukee Princess“ durch den Pazifik, als er plötzlich ein leises Jammern hört: Auf einem Felsen im Meer liegt ein trauriges kleines Robbenkind, das von seinen Eltern verlassen wurde. Sofort paddelt Yann los, um sie aufzuspüren. Er befragt Krabben, Seeotter und Anemonen, bis ihm ein Seelöwe rät, den Adler um Hilfe zu bitten. Können sie das Robbenkind wieder glücklich machen?