Mal sehen, was ich heute so entdecken werde. Leise krieche ich aus unserem Zelt im Camp. Die Sonne geht gerade leuchtend orange auf und es ist noch ganz ruhig. Nur das gleichmäßige „Gnuuuuhhhhh“ der Gnus tönt von weit her.
Mit meinen fünf Jahren reise ich mit meinen Eltern um die Welt. Sie sind Wissenschaftler und beobachten das Klima. Während sie arbeiten, das heißt, mit vielen Menschen sprechen, auf ihre Bildschirme schauen, Fotos machen und alles Mögliche messen, gehe ich auf Erkundungstour. Gerade sind wir in Afrika, in der Serengeti.
Die Serengeti ist eine riesige Steppe, in der Millionen von Gnus, Zebras, Antilopen, Giraffen, Nashörnern, Nilpferden und Elefanten leben, aber auch Löwen, Geparden, Leoparden und Hyänen. Dort gibt es keine Jahreszeiten wie Frühling, Sommer, Herbst und Winter, sondern nur die Trockenzeit und die Regenzeit. In der Trockenzeit ist es sehr heiß und es regnet nie. In der Regenzeit ist es kühler, es regnet ein paar Stunden, aber nicht den ganzen Tag. In jedem Monat ist der Regen woanders. Er wandert sozusagen, und die Tiere wandern mit. Alle Tiere und Pflanzen brauchen zum Leben Wasser. Wo es Wasser gibt, können Pflanzen wachsen. Die pflanzenfressenden Tiere folgen deshalb dem Regen, da sie dort, wo es gerade regnet, genug Futter finden. Die Raubtiere wiederum folgen den Herden der Pflanzenfresser, damit sie genug Beute erjagen können. Und ich folge allen Tieren. Schließlich bin ich Biotologe und erforsche die Pflanzen, Tiere und Länder. Hier möchte ich unbedingt mit den großen Tierherden wandern.

In einem Heißluftballon fliegt Yann über die riesigen Tierherden der weiten Savanne hinweg. Aufregend bleibt es auch nach der Landung: Yann wandert mit Zebras und Antilopen, trifft Löwen und Affen, rennt mit einem Vogel Strauß um die Wette und beobachtet eine Leopardin mit ihrem Jungen im Baum. Aber kann der Elefant ihm schließlich helfen, den Weg zurück nach Hause zu finden?