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Der Biotologe Yann

… geht auf Eisbär-Suche!

Sein erstes Abenteuer führt den Biotologen Yann nach Alaska. Dort ist es zwar eiskalt – aber Eisbären sieht er leider trotzdem keine. Er macht sich auf die Suche nach ihnen, doch weder Robben noch Seelöwen können ihm weiterhelfen.

Bis ein Wal ihn zu den Schwarzbären und Grizzlys bringt: Die sagen ihm, dass ihre weißen Verwandten inzwischen weit weg im nördlichsten Norden leben, im Eismeer. Ob Yann es bis dorthin schaffen und die Eisbären finden wird?

1. Abenteuer in Alaska
Alaska

Yann erlebte auf seinen Reisen rund um den Globus an vom Klimawandel bedrohten Plätzen für ihn inszenierte Geschichten – und erweiterte sie mit seiner Vorstellungskraft und Kreativität spielerisch zu aufregenden Abenteuern zwischen Fantasie und Wirklichkeit.

Sein Bruder, der Fotograf Jim Gramming, hielt das Geschehen vor Ort mit viel Einfühlungsvermögen in einzigartigen Fotoserien fest. Mit zahllosen spontanen Motivideen erschufen die Reisenden so eine ganz besondere Bildwelt, die mit den erdachten Geschichten eine unverwechselbare Einheit bildet.

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Rezension der Arbeitsgemeinschaft für Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM):

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Quizspiele: Biotologe Yann geht auf Eisbär-Suche

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Details

1. Abenteuer in Alaska

Hardcover
Format: 28 x 24 cm
Seiten: 48
FSC zertifiziert, 100% Anteil Altpapier

Erscheinungstermin: 15.10.2012
ISBN: 978-3-944275-00-0
Preis: 14,50 €

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Alaska

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1. Abenteuer in Alaska

Glossar Alaska

1. Abenteuer in Alaska
1. Abenteuer in Alaska

Dieses Glossar ist für alle gedacht, die mit Kindern über den Lebensraum und die Lebensbedingungen der Eisbären und deren Freunden, sprechen möchten.

Yann reiste ein Jahr lang an verschiedene Orte. Daraus entstanden 12 Geschichten. Die von ihm bereisten Landschaften und die dort lebenden Tiere oder Menschen sind durch die Folgen des Klimawandels, rücksichtslose Ausbeutung von Ressourcen, Ignoranz und Intoleranz gefährdet.
Viele der Orte gehören zu den von der UNESCO als Weltnaturerbe ausgezeichneten Stätten, so wie die Glacier Bay in Alaska, wo viele der Bilder für dieses Buch entstanden.

Das erste Abenteuer spielt in Alaska, da die Arktis eine Schlüsselposition in der Debatte um den Klimawandel innehat. Die Auswirkungen der Erderwärmung sind in Alaska gravierend und nachweisbar.

1. Abenteuer in Alaska

Alaska ist der nördlichste und größte Bundesstaat der Vereinig-ten Staaten von Amerika. Es ist viermal so groß wie Deutschland. Allerdings leben in Alaska nur 710.000 Menschen, das entspricht 0,4 Einwohnern pro Quadratkilo-meter.
Im Norden grenzt Alaska an das Nordpolarmeer, im Süden an den Pazifik, im Westen an die Beringstraße und im Osten an Kanada. Mit dem Rest der USA besitzt Alaska keine Landverbindung.
1867 verkaufte Zar Alexander II. Alaska an die USA für umgerechnet heute 16,7 Milliarden Dollar. 1959 wurde es der 49. Bundesstaat der USA. In Alaska befindet sich der höchste Berg Nordamerikas, der Mount McKinley mit 6194 Metern.
Die Winter sind lang und kalt, die Sommer kurz, heiß und regenreich. Im Sommer geht die Sonne von Mai bis August nicht unter. Die Landschaft ist geprägt von riesigen Wäldern, weiter Tundra, großen Flüssen, Vulkanen und Gletschern. Gletscher entstehen aus Schnee. Sie können sich überall dort bilden, wo der Schnee auch im Sommer nicht schmilzt. Der Schnee fällt in eine Senke oder unter einen steilen Hang und häuft sich über die Jahre an. Durch den Druck und die stetigen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht wird der unterliegende Schnee immer stärker komprimiert. Aus Schnee entsteht Eis. Ganz unten bildet sich das blaue Gletschereis. Es leuchtet blau, weil das Eis wie ein Prisma das Licht trennt. Es reflektiert nur die kurzen Wellen des Blaus. Wenn das Eis uneben ist oder viele Lufteinschlüsse hat, wird das blaue Licht diffus und erscheint weiß.

Gletscher sind teilweise von vielen Spalten durch-zogen, die durch Spannungen im Eis entstehen. Durch die Gletscherspalten fließt das Schmelzwasser zum Grund und frisst dabei unterirdische Tunnel und Gänge ins Eis. Das Wasser, das am Grund austritt, kann bis zu 400 Jahre alt sein und schmeckt süßlich.

Die Gletscher des Süd- und Nordpols bilden die größten Süßwasserspeicher der Erde. Alle Gletscher fließen, d. h. sie bewegen sich ständig. Die Fließgeschwindigkeit ist von unterschiedlichen Faktoren wie Temperatur und Gefälle abhängig. Sie kann zwischen 17 Meter und 180 Meter im Jahr differieren.
Viele Gletscher brechen beim Erreichen des Meeresufers an den Rissen und Spalten auseinander und stürzen ins Wasser. Wenn der Gletscher am Meer noch intakt ist, entstehen große Eisberge. Das Gletschereis wird vom Wasser von unten her ausgehöhlt, bis der obere Teil seinen Halt verliert und ins Meer fällt. Beide Vorgänge werden kalben genannt.

Das gefrorene Ozeanwasser an den Polen nennt man Meereis. Im Gegensatz zu den Ozeanen, die das Sonnenlicht absorbieren, reflektiert das Meereis das Sonnenlicht. Meereis entsteht im Winter, wenn die Temperaturen sinken. Zunächst gefriert das salzige Wasser zu kleinen Eiskristallen bei minus 1,8 Grad. Da sich das Wasser beim Gefrieren ausdehnt, hat Eis eine geringere spezifische Dichte als Wasser und steigt an die Oberfläche. Es erstarren nur die Wassermoleküle zu Eis, das Salz reichert sich außen herum an. Durch den Wind und Wellengang verwachsen im Laufe der Zeit die gefrorenen Eiskristalle zu Eisschollen. Bleibt das Meer ruhig, wächst an der Unterseite neues Eis. So entsteht langsam meterdickes Packeis.

Die reiche Tierwelt ist perfekt an das Klima angepasst. Die bekanntesten Arten sind Eisbär, Schwarzbär, Grizzlybär, Elch, Karibu, Schneeziege, Weißkopfseeadler, Lachs, Walross, verschiedene Robben- und Walarten.

Wale sind neben den Seekühen die einzigen Säugetiere, die sich völlig an ein Leben im Wasser angepasst haben. Der Wal ist also kein Fisch, auch wenn in der Umgangssprache häufig vom „Walfisch“ die Rede ist.

Im Unterschied zu den Fischen, die eine senkrechte Schwanz–flosse besitzen, verfügen Wale über eine waagerechte Schwanzflosse, die auch als „Fluke“ bezeichnet wird.

Weltweit sind etwa 80 Arten bekannt, die, bis auf 4 Arten von Flussdelfinen, alle im Meer leben.

Es werden zwei Gruppen von Walen unterschieden.

Die Zahnwale, zu denen auch die Delfine gehören, besitzen Zähne und leben hauptsächlich von Fisch.

Weitere bekannte Vertreter der Zahnwale sind der Pottwal sowie der Orca.

Die Bartenwale besitzen keine Zähne, sondern Barten. Dabei handelt es sich um zumeist feingefiederte Hornplatten, die vom Oberkiefer herabhängen. Damit filtrieren die Bartenwale Plankton als Nahrung aus dem Wasser. Plankton sind kleine Organismen, die im Wasser schweben. Zu den wichtigsten Nahrungstieren zählen kleine, in riesigen Schwärmen lebende, zu den Leuchtgarnelen gehörende Krebstierchen, der Krill. Krill kommt aus dem Norwegischen und kann mit „Walsuppe“ übersetzt werden. Es existieren mehrere Arten. Ein Tier erreicht eine maximale Größe von ca. sechs Zenti-metern und wiegt dabei maximal zwei Gramm.

Zu den Bartenwalen gehören die größten und schwersten Säugetiere der Welt, die Blauwale.

Eine weitere, relativ bekannte Art der Bartenwale ist der Buckelwal. Er lebt küstennah, ist nicht scheu und springt gern. Deshalb kann er besonders gut beobachtet werden.

Der Name ist aus der Eigentümlichkeit abgeleitet, dass er beim Abtauchen seinen Rücken beugt und einen „Buckel“ macht.

Buckelwale werden in der Regel 12 bis 15 Meter groß und 25 bis 30 Tonnen schwer. Die Spannweite der Fluke beträgt bis zu drei Metern. Die Brustflossen sind sehr groß und erreichen fast ein Drittel der Körperlänge. Die Barten können bis zu einem Meter lang werden.

Buckelwale können fast 50 Jahre alt werden. Sie wandern zweimal jährlich mehrere tausend Kilometer. Den Sommer verbringen die Tiere in den Polregionen, den Winter in tropischen und subtropischen Gewässern. Dort bringen sie auch ihre Jungen zur Welt. Die Jungtiere sind bei Geburt bereits fast fünf Meter groß und 1.000 Kilogramm schwer.

Buckelwale kommunizieren über Laute, sie „singen“. Sie gelten als die besten „Sänger“ unter den Walen. Der Gesang ist über Hunderte von Kilometer zu hören. Um Weibchen anzu-locken, „singt“ das Buckelwalmännchen bis zu 20 Minuten. Buckelwale wurden intensiv bejagt. Dadurch erfolgte eine starke Dezimierung der Population. Seit 1966 gilt ein weltweites Fangverbot.

In den gebirgigen Regionen Nordwestamerikas, in den nördlichen Rocky Mountains, leben Schneeziegen. Sie sind Pflanzenfresser und folgen auf ihren Wanderungen der Verfügbarkeit der Nahrung. Im Sommer ziehen sie bis in 5.000 Meter Höhe hinauf. Sie sind hervorragende Kletterer.

Sowohl Männchen als auch Weibchen besitzen einen Bart und bis zu 30 Zentimeter lange, spitze Hörner. Damit können sie sich und auch ihren Nachwuchs recht effektiv gegen Feinde wie Pumas, Wölfe und Bären verteidigen.

Schneeziegen werden in der Regel zwischen 12 und 15 Jahre alt. Aufgrund ihres extremen Lebensraumes sowie einer stark reglementierten Jagd zählt die Schneeziege nicht zu den bedrohten Arten.

Eisbären gehören neben den Kodiak- und den Kamschatka-bären zu den größten Landraubtieren der Erde. Ihr Lebensraum ist die nördliche Polarregion, wo sie als Einzel-gänger leben. Ein Männchen kann bis zu drei Meter groß und bis zu 600 Kilo-gramm schwer werden. Die Weibchen sind wesentlich kleiner. Die Reflexion des Sonnenlichts lässt das Fell weiß erscheinen. Es ist aber durchsichtig und hat hohle Haare.

Diese leiten die Wärme der Sonnenstrahlen direkt auf die darunterliegende schwarze Haut, unter der eine bis zu zehn Zentimeter dicke Speckschicht liegt. Eisbären halten keine Winterruhe wie die anderen Bären. Weibliche Eisbären bringen ihre Jungen im Winter in Geburtshöhlen zur Welt und ziehen die Jungen etwa zwei Jahre lang allein auf.

Eisbären sind sehr gute Schwimmer. Ihre Hauptspeise sind Robben. Nur im Sommer fressen sie auch Beeren und andere Pflanzen.

Die Folgen des Klimawandels machen sich in Alaska besonders stark bemerkbar. Die Durchschnittstemperatur stieg in den letzten 50 Jahren um ca. sechs Grad Celsius. Die Gletscher schmelzen messbar. Der Permafrostboden taut im Sommer. Die Ausdehnung des Meereises im Sommer ist seit dreißig Jahren um die Hälfte zurückgegangen. Auch die Dicke der arktischen Eisschicht hat vom Spätsommer bis Frühherbst in den letzten Jahrzehnten um etwa 40 Prozent abgenommen. Je mehr das Eis zurückgeht, desto größer wird die Geschwindigkeit des Abschmelzens. Das liegt daran, dass sich eisfreies, dunkles Wasser durch Sonneneinstrahlung stärker erwärmt als durch Eis bedecktes. Die schneller steigende Wassertemperatur beschleunigt wiederum die Eisschmelze. Nach neuesten Klimasimulationen könnte die Arktis bis 2050 im Sommer komplett eisfrei sein.

Symbolfigur für die Auswirkungen des Klimawandels ist der Eisbär. Eisbären verbringen den Winter und das Frühjahr auf dem Packeis. In dieser Zeit fressen sie sich große Fettreserven an. Wenn das Packeis im Frühling zu schmelzen beginnt, folgen die Eisbären den Robben nach Norden über das Packeis, um in der Nähe ihrer Nahrung zu sein. Obgleich sie sehr gute Schwimmer sind, ertrinken sie, da das Eis sie nicht mehr trägt oder es zu wenig davon gibt. Vor allem Eisbären der südlichen Populationen können dem raschen Rückzug des Eises oft nicht folgen und müssen an Land bleiben. In dieser Zeit müssen Eisbären fasten und von ihren Fettreserven zehren. Gelegentlich ernähren sie sich von kleinen Säugetieren und Vögeln sowie von Gras, Moos und Beeren. Beobachtungen zeigen, dass die Eisbären nicht nur dünner, sondern auch kleiner werden. Problematisch ist die Aufzucht der Jungen. Nur noch 43 Prozent der Jungtiere überleben das erste Lebensjahr. Die Population geht kontinuierlich zurück. Ihr Lebensraum wird durch das Verschwinden des Meereises immer kleiner. Rund um den Polarkreis, in Russland, Grönland, Spitzbergen, Kanada und Alaska, leben noch ca. 25.000 Tiere. Bedingt durch die Jagd, die in Kanada sowie Grönland immer noch erlaubt ist, die Einschränkungen ihres Lebensraumes durch menschliche Aktivitäten wie Rohstoffgewinnung, aber hauptsächlich durch die Folgen der globalen Erderwärmung steht der Eisbär seit 2006 auf der Liste der gefährdeten Arten.

Man kann die Arktis als die Klimaanlage der Erde bezeichnen. Was hier geschieht, hat Auswirkungen auf das Klima der Welt. Welche konkreten Veränderungen das Abtauen der Polkappen mit sich bringen wird, ist umstritten. Einigkeit herrscht jedoch in der Einschätzung, dass es weltweit dramatische Folgen haben wird.

Aber es gibt Hoffnung darauf, sie einzudämmen: Durch die radikale Reduzierung klimaschädlicher Emissionen bis spätestens zur Mitte dieses Jahrhunderts.

Stand: Oktober 2013
Anmerkung: Die Informationen in diesem Glossar wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Sollte sich dennoch ein Fehler eingeschlichen haben oder inzwischen neue Erkenntnisse hinzugekommen sein, so wären wir dankbar, informiert zu werden.